„Terra Blue“ – Die Erde im globalen Wandel

Unsere Welt verändert sich…! Der Blaue Planet ist einem ständigen Wandel unterworfen. Dies
hat zum einen natürliche Ursachen: Plattentektonik und Erdbeben, Vulkanismus, Eis- und
Gletscherbildung, die Wirkung von Wind und Wasser. Zum anderen aber greift der Mensch seit
der Industrialisierung immer weiter in die Natur ein und prägt die Erde mit – und das in einem
atemberaubenden Tempo! Die Ausstellung „TERRA BLUE“ hat den globalen Wandel der Erde
zum Inhalt und wurde in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation
ESA und der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt. „Terra Blue – Die
Erde im globalen Wandel“ ist vom 03. bis 15. Februar 2020 im Monti zu sehen.

Der Klimawandel ist in aller Munde – doch er ist nur ein Teil des globalen Wandels. Der Blick aus dem
All auf unseren Planeten offenbart diesen Wandel und seine Folgen: in Wüsten wie in Polarregionen, in
den Ökosystemen von Meeren und Waldgebieten. Die Kontrolle des menschlichen Einflusses auf unsere
Erde ist daher unerlässlich. Sie ist eine globale Herausforderung insbesondere für die satellitengestützte
Erdbeobachtung.

Faszination wecken – das ist das Grundthema dieser Ausstellung. Die großformatigen Fotos aus dem
Weltraum bilden die Schönheit unseres Planeten ab, geben neue Ein- und Überblicke und regen zum
Staunen an. Es wird deutlich, dass große Zusammenhänge erst im globalen Rahmen und „aus der
Ferne“ erkannt werden können. Die Fernerkundung der Erde durch Satelliten spielt hierbei eine
Schlüsselrolle, ebenso die internationale Kooperation und die wissenschaftliche Zusammenarbeit über
Ländergrenzen hinweg.

Es wird gerne gesagt, dass uns das Raumfahrtzeitalter zurück zur Erde gebracht hat. Das wird durch die
Ausstellung „Terra Blue“ im besten Sinn verdeutlicht.

Imponierender Mittelpunkt der Exposition ist ein zwei Meter durchmessender Großglobus der Erde. Die
Oberfläche wurde nach hoch aufgelösten Satellitenaufnahmen der NASA („Blue Marble“) gestaltet und
zeigt den „Blauen Planeten“ in faszinierender Detailfülle.

Das Grundthema der Ausstellung gliedert sich didaktisch nach den „vier Elementen“: Erde, Feuer,
Wasser und Luft. Die allgemeinverständliche Präsentation erfolgt auf 16 Displays anhand von aktuellem
Bild und Textmaterial. Wer nicht lesen will, der kann die Ausstellung auch „anhören“: In die Displays sind
sechs Bildschirme integriert, welche das Thema ergänzend in Form von gesprochenen Texten, Bildern,
Filmen und aufwändigen Animationen darstellen.


Auf einem Computer-Monitor ist die Erde aus 36.000 km Entfernung zu sehen. Die Bilder werden direkt
von dem Satelliten METEOSAT zur Erde gesendet und bilden die Grundlage für unsere
Wettervorhersage. Die europäische Organisation EUMETSAT betreibt diesen Satelliten und ist über
diese „Wetterstation“ hinausgehend mit Satellitenmodellen an der Ausstellung beteiligt.
Wie gut kennen Sie unsere Erde? Das ist der Inhalt eines Ratespieles in der Ausstellung „Terra Blue“.
Auf einem Monitor werden spektakuläre Satellitenaufnahmen gezeigt. Der Besucher kann dann auf
einem zweiten Bildschirm, der die gesamte Erde aus dem All zeigt, per Berührung angeben, welches
Gebiet der Erde gezeigt wird.


Auf 16 großformatigen Bildern (1 x 2 m) werden die schönsten Aufnahmen unseres Planeten aus dem
All gezeigt. Sie sollen informieren und zugleich faszinieren, zum Staunen und Nachdenken anregen.
Zwei große, detailgetreue Standmodelle der Satelliten ENVISAT und METEOSAT zeigen, wie diese
„Späher im All“ aussehen. Daneben werden Modelle der Erdbeobachtungsmissionen GOCE, SMOS,
JASON-2, METOP, ERS-1 und CRYOSAT gezeigt.


Die Ausstellung spricht die breite Öffentlichkeit ebenso an wie die Schulen. Den Lehrern bietet diese
Exposition eine Fülle von Anknüpfungspunkten für den Unterricht:

Der Aufbau des Erdinnern, Plattentektonik und Vulkanismus, der Aufbau der Atmosphäre,
Meeresströmungen, Klimawandel, Wetterextreme, das Ozonloch, Wasserknappheit und
Wasserverbrauch, Emissionen und Treibhauseffekt, Wüstenbildung, Gletscherschmelze und der
Rückzug des „ewigen Eises“ werden in der Exposition behandelt.


„Wir würden uns ganz besonders über einen regen Zuspruch der Schulen sehr freuen“, betont
Frau Karin Geib vom Montanushof, die die Ausstellung gemeinsam mit dem Planetarium im
süddeutschen Laupheim organisiert hat.


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